Wolfgang
Boettcher

VIOLONCELLO
Deutschland
Vorsitz der Jury

Der 1935 in Berlin geborene Cellist Wolfgang Boettcher studierte an der Hochschule für Musik in Berlin bei Richard Klemm und Maurice Gendron. Mit dem zweiten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD, den er 1958 zusammen mit seiner älteren Schwester, der Pianistin Ursula Trede-Boettcher gewann, begann seine internationale Karriere. Er konzertierte weltweit mit zahlreichen Orchestern und Dirigenten als Solist und war Gast bei internationalen Festivals, darunter das Lockenhaus Festival, die Wiener und Berliner Festwochen und die Salzburger Festspiele.

Dem Cellisten wurden zahlreiche Kompositionen, unter anderem von Aribert Reimann, Giselher Klebe und Hans Vogt, gewidmet. Zu seinem Repertoire gehören alle bedeutenden Cellokonzerte, die seit Vivaldi komponiert worden sind.

Wolfgang Boettcher ist Gründungsmitglied des Brandis-Quartetts sowie des Ensembles „Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“. Von 1986 bis 1992 war er als Künstlerischer Leiter der Sommerlichen Musiktage Hitzacker tätig. Seit 1988 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste. Von 1963 bis 1976 war Wolfgang Boettcher zweiter Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker, wollte sich dann aber mehr der solistischen Tätigkeit und der Kammermusik widmen. Zudem übernahm er 1976 eine Professur an der Universität der Künste Berlin. Bis heute gibt Wolfgang Boettcher Meisterkurse und Konzerte.